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Informationen zur Recall-Studie

Die Heinz Nixdorf Recall Studie:

Noch immer versterben jährlich viele auch junge Menschen des Ruhrgebietes an den Folgen von Herz-Kreislauf-Erkrankungen - trotz großer Fortschritte in der Medizin und der hervorragenden medizinischen Versorgung im Ruhrgebiet.

Die Vorbeugung und das frühzeitige Erkennen von Risikofaktoren bleiben auch zukünftig die wichtigsten Maßnahmen zur Bekämpfung dieser so häufig tödlich verlaufenden Volkskrankheit.

Am Universitätsklinikum Essen wird bis 2007 über einen Zeitraum von 7 Jahren die Heinz Nixdorf Recall Studie mit Bürgerinnen und Bürgern der Städte Bochum, Essen und Mülheim a. d. Ruhr durchgeführt.

Die Studie ist eine große wissenschaftliche Untersuchung zu Herz- Kreislauf-Erkrankungen. Durch sie ist es erstmals möglich, in der Bevölkerung des Ruhrgebietes den Nutzen neuartiger Untersuchungsmethoden zur Vorhersage von Herzinfarkt und Herztod zu untersuchen.

Die Studie wird von der Heinz Nixdorf Stiftung finanziert. Recallsteht für Risk Factors, Evaluation of Coronary Calcification, and Lifestyle (Risikofaktoren, Erhebung koronarer Verkalkung und Lebensstil). Die Heinz Nixdorf Recall Studie wurde zuvor im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMFT) einem kritischen Prüfverfahren mit internationalen Gutachtern unterzogen.

Über 4500 Frauen und Männer im Alter von 45-75 Jahren werden nach einem Zufallsverfahren für die Studie ausgewählt. Es können somit nur solche Bürgerinnen und Bürger teilnehmen, die vom Studienzentrum angeschrieben und in das Essener Erhebungszentrum persönlich eingeladen werden.

Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten von unseren Studienärzten eine kostenfreie medizinische Untersuchung hinsichtlich ihres Herz-Kreislauf-Risikos. Der Umfang der Untersuchungen geht weit über einen normalen medizinischen Check Up hinaus. 

Warum ist die Studie so wichtig?

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind nach wie vor die häufigste Todesursache in den westlichen Industriestaaten. Unglücklicherweise treten Herzinfarkt und Herztod häufig ohne vorherige Warnzeichen auf. Zwar sind in der Behandlung des akuten oder drohenden Herzinfarktes in den letzten Jahren große Fortschritte erzielt worden. Dies nutzt jedoch nur denjenigen Menschen, die auch tatsächlich im Krankenhaus behandelt werden. Es versterben aber immer noch etwa 50% der Menschen mit einem akuten Herzinfarkt, bevor sie das Krankenhaus erreichen. Es ist deshalb sehr wichtig, Untersuchungsmethoden zu entwickeln, um Herz-Kreislauf-Erkrankungen frühzeitig zu erkennen und damit Herzinfarkt oder gar Herztod möglicherweise verhindern zu können.

Das Ziel der Studie ist es, ausgewählte Untersuchungsverfahren auf ihre Eignung hinsichtlich des frühzeitigen Erkennens von Herzinfarkt und Herztod in der Bevölkerung des Ruhrgebietes zu untersuchen.

Ihre Bereitschaft zur Teilnahme an dieser Studie hilft uns, zukünftig möglicherweise wirksamere Methoden zur Vorhersagbarkeit von Herz-Kreislauf-Krankheiten für die Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen.


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